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Bunt, jung und aktiv gegen Frust und Gewalt - Nienburg (Saale) feiert den 10. Kultur- und Sporttag

Stadt Nienburg (Saale), den 21.09.2017

Innenminister Stahlknecht hebt Weltoffenheit und gelebte Heimat hervor

Fast auf den Tag genau vor 10 Jahren fand in Nienburg (Saale) der 1. Kultur- und Sporttag statt. Rechtsradikale Schmierereien in Nienburg (Saale) hatten den Ausschlag gegeben. Nun also im Jahr 2017, am 2. September, startete im Nienburger Sportpark der Freundschaft dessen 10. Auflage.

Als Hausherrin begrüßte Bürgermeisterin Susan Falke alle Beteiligten und insbesondere die Kinder und Jugendlichen als Hauptakteure des Tages. Und gleich zu Beginn dankte Sie allen, die mit ihrer Unterstützung, gleichwohl ob finanzieller Art oder durch ehrenamtliches Engagement, diesen Kultur- und Sporttag erst möglich gemacht hatten.

Klaus Roth, Vorsitzender der Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg, schaute zurück auf die Zeit, als die Idee des Kultur- und Sporttages geboren wurde. Mit dem Ziel deutlich zu machen, dass Rechtsradikalismus und Gewalt unerwünscht sind und deren Auswüchsen aktiv etwas entgegengesetzt werden muss, hatten Nienburgs ehemaliger Bürgermeister Markus Bauer und Stiftungsmitarbeiter Roland Kloß ihre Köpfe zusammengesteckt. Und so freute sich Roth, dass Markus Bauer, nunmehr Landrat, zugegen war und auch, dass Holger Stahlknecht, Minister für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, als Gast im Nienburger Sportpark der Freundschaft begrüßt werden konnte.

Extremismus, egal ob von rechts oder links, so der Landespolitiker anschließend in seinem Grußwort, schweiße am Ende alle Vernünftigen zusammen. Wir sind ein weltoffenes Land, so Stahlknecht weiter, mit liebenswerten und liebenswürdigen Menschen und das, was hier in Nienburg stattfinde, sei ein Stück gelebte Heimat. Heimat, die alle Menschen brauchen und die sie gemeinsam gestalten an einem solchen Tag. Wo alle zusammenfinden, ob Freiwillige Feuerwehr, THW, DRK, Verkehrswacht oder Sportvereine.

Einer der Höhepunkte des Tages war zweifelsohne wieder die Kleine Friedensfahrt. 28 junge Starter im Alter von 4 bis 11, die über verschiedene Distanzen antraten, wurden letztendlich gezählt. Erstmals dabei eine Gruppe Kindergartenkinder, hochmotiviert sogar mit Laufrad am Start.

Unterstützt vom 1. FSV Nienburg e.V. fand auch der Street-Soccer Arena Cup auf dem Kleinfeld erneut großen Anklang. Zehn Mannschaften, gestellt vom ansässigen Fußballverein und von den Einrichtungen der Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg nahmen teil.

Ausprobiert werden konnten zudem Sportarten wie Speedminton oder Minigolf und eine Bungeetrampolinanlage. Geschicklichkeit erforderten Wurfspiele und die Allerkleinsten konnten sich auf der Hüpfburg austoben.

Aber auch Gesundheitsförderung und Prävention spielten eine große Rolle. So wurden u. a. Seh- und Reaktionstests angeboten, das verkehrssichere Fahrrad oder die praktische Umweltbildung waren Themen an den Ständen der verschiedenen Institutionen und Vereine.

Umrahmt wurden die sportlichen Aktivitäten traditionell von einem bunten Kulturprogramm. Dass sie durchaus auch moderne Titel im Repertoire haben, zeigten die Mitglieder der Schalmeienkapelle Grimschleben e.V. Ebenso begeisterten die Sänger des NCC e.V. Nienburg (Saale) und verschiedene Darbietungen von Schülerinnen und Schülern der Musikschule Bernburg die zahlreichen Zuhörer.

Ihren großen Moment hatte die Schülerinnen und Schüler der AG Theater der Nienburger Grundschule, als sie Ausschnitte aus ihrem aktuellen Stück präsentierten. In passende Kostüme gekleidet erzählten sie von Meisen und Schwalben, von Vögeln, die unterschiedlicher nicht sein können und sich dennoch miteinander anfreunden. Anderssein, anders leben und trotzdem füreinander da sein und einander helfen, so die Botschaft des Stückes, für dessen Darbietung die jungen Mimen viel Beifall erhielten. Und auch die Vorschulgruppe der Kindertageseinrichtung „Little Crowheads“ der Happy Children gGmbH hatte gemeinsam mit ihrer Erzieherin ein kleines Programm einstudiert.

Sehnlichst erwartet erfolgten zwischen den künstlerischen Darbietungen die Siegerehrungen der Wettkämpfe in den verschiedenen Disziplinen und Altersklassen. Darüber hinaus ehrte Bürgermeisterin Susan Falke Sportlerinnen und Sportler der heimatlichen Vereine für ihre Erfolge bei nationalen und internationalen Turnieren sowie Platzierungen in Landesranglisten und auf Bundesebene. Auch Trainer und Übungsleiter wurden für ihre Arbeit im Nachwuchsbereich gewürdigt.

Im Namen aller Organisatoren bedanken sich die Stadt Nienburg (Saale) und die Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg recht herzlich bei allen Unternehmen, die die Ausrichtung des 10. Kultur- und Sporttages mit einer finanziellen Zuwendung gefördert haben, u. a. bei:

  • Schwenk Zement KG, Bernburg,
  • Erdgas Mittelsachsen GmbH,
  • envia Mitteldeutsche Energie AG,
  • Stadtwerke Bernburg GmbH,
  • Salzlandsparkasse,
  • Brennstoffhandel Sattler,
  • Pflanzenbau e.G. Bernburg Nord,
  • Baumeister Ingenieurbüro GmbH.
 

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10. Kultur- und Sporttag (05.09.2017)