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Bürgermeisterin Susan Falke

Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Nienburg (Saale) und ihrer Ortsteile,

 

nach einem langen, sehr heißen Sommer konnten wir bis in den November hinein einen goldenen Herbst genießen. Nun, nachdem winterliche Temperaturen Einzug gehalten haben und der erste Schnee gefallen ist, wird uns bewusst, dass das Weihnachtsfest bevorsteht und das Jahresende mit großen Schritten naht.

Wieder ist ein Jahr vergangen, das nicht nur aus meteorologischer Sicht ein besonderes war.

Die Genehmigung des Haushaltes durch die Kommunalaufsicht des Landkreises versetzte die Stadt Nienburg (Saale), trotz finanzieller Notlage und unter Berücksichtigung strikter Vorgaben, in die Lage, in 2018 geplante Maßnahmen auch größeren Umfangs zu beginnen bzw. umzusetzen.

Es sind Projekte, die unsere Einheitsgemeinde verändern werden, die wir mit viel Herzblut begleiten und auf die wir alle, nach ihrer Fertigstellung, stolz sein können.

 

Noch im alten Jahr wird mit dem Abbruch des Gebäudes neben der Sparkasse ein nicht nur unansehnlicher, vielmehr vor allem gefährdender Zustand beendet sein. Wesentlich für das Erscheinungsbild unserer Stadt im Zentrumsbereich wird auch die Herstellung der Außenanlagen in der Johannistraße 7 und 8 im Frühjahr des nächsten Jahres sein. „Parken im Park“ schafft mehr als 20 Stellplätze in unmittelbarer Nähe des NP-Marktes und des Marktplatzes.

 

Beeinträchtigungen insbesondere für die Anwohner bringt der Ausbau der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße mit sich. Wegen Verzögerungen im Bauablauf wird sich die Fertigstellung in das Jahr 2019 verschieben. Sich ebenfalls über einen längeren Zeitraum ziehend, führt auch der Gehwegausbau Bernburger Straße in Latdorf zu Einschränkungen. Auch hier hat die Stadt in Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen und Behörden Möglichkeiten geschaffen, diese so gering wie möglich zu halten.

 

Begonnen wird nun endlich auch mit dem Ersatzneubau der Bode-Brücke in Neugattersleben. Bauherr ist das Land Sachsen-Anhalt. Mit dem Start der Abrissarbeiten wurde die Landesstraße L 50 gesperrt. Eine Ersatzbrücke wird es nicht geben. Die Bauarbeiten werden sich bis in das Jahr 2020 ziehen.

 

Eines der größten Investitionsprojekte bleibt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 3,5 Mio. EUR der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Nienburg (Saale). Begingen wir in diesem Jahr gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden, dem Planungsbüro und der den Bau ausführenden Firmen ein Richtfest in eher kleinerem Rahmen, wird die feierliche Einweihung des neuen Feuerwehrgebäudes zum Tag der Feuerwehren im nächsten Jahr zweifelsohne ein sehr erhebender Moment für alle Beteiligten werden.

 

Von unseren Kameradinnen und Kameraden der Ortswehren Pobzig und Latdorf kam der Wunsch, beide Wehren zusammenzulegen. Bereits seit zwei Jahren werden Dienste, Ausbildungen und Übungen zusammen ausgeführt. So beschloss unser Stadtrat die Bildung einer gemeinsamen Wehr, eine Genehmigung durch den Salzlandkreis steht noch aus.

 

Erfreulich ist, dass seit Anfang November die Baugenehmigung für den Ersatzneubau der Kindertagesstätte in der Burgstraße vorliegt. Nach Abschluss der Abbrucharbeiten des Altgebäudes soll mit dem Neubau im Frühjahr nächsten Jahres begonnen werden.

 

Nunmehr nach drei Jahren, als uns Ministerpräsident Haseloff persönlich den Fördermittelbescheid für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für unseren Schloss- und Klosterkomplex in Nienburg (Saale) überreichte, liegt uns ein solches Konzept, auf dessen Grundlage eine nachhaltige Nutzung des gesamten Gebäudeensembles realisiert werden kann, vor. Überzeugt davon, dass die Umsetzung desselben den Richtlinien für die Förderung Nationaler Projekte des Städtebaus durch das Bundesbauministerium entspricht, haben wir uns – nach der Befürwortung durch unseren Stadtrat – am Projektaufruf 2018/2019 beteiligt und unser Projekt eingereicht. Gefördert werden konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotential. Gelingt es uns, dieses Projekt in die Machbarkeit zu überführen, wird der touristische Bekanntheitsgrad unserer Stadt auch überregional steigen.

 

Nach wie vor unbefriedigend ist die Situation an unserer Grundschule. Akuter Personalnotstand, aktuell u. a. durch vom Land zugesagte, aber noch nicht erfolgte Personalnachsteuerung bedingt, zwang dazu, eine veränderte Rhythmisierung (Zeitplanung) einzuführen, um die gesetzlich vorgeschriebene Betreuungszeit durch die Schule zu gewährleisten. Über Kosten, die der Stadt Nienburg (Saale) entstehen, weil Hortpersonal im Schulbereich unterstützt, werden wir auch weiterhin das Bildungsministerium informieren. Mit der Tatsache, dass auch im nächsten (Schul-)Jahr Ausfälle u. a. durch das Zusammenlegen von Klassen kompensiert werden, müssen wir und in aller erster Linie unsere Kinder leider leben. Ich versichere Ihnen jedoch, dass ich mich gemeinsam mit der Direktorin der Schule weiter hartnäckig für die Verbesserung dieser Zustände einsetzen werde.

 

Gut besucht waren im vergangenen Jahr auch wieder die viefältigen kulturellen Veranstaltungen in unserer Einheitsgemeinde. Zum ersten Mal war die Stadt Nienburg (Saale) Gastgeber des im Mai stattgefundenen Salzlandradeltages. Über 300 begeisterte Radler bevölkerten den Nienburger Marktplatz. Informationsstände, anspruchsvolle Kulturprogramme und Stadtführungen waren der Lohn für ihre Anreise per Rad aus dem gesamten Salzlandkreis.

 

Gemeinsam mit dem Stadtseniorenrat organisierte die Stadtverwaltung im Juni den 2. Seniorentag. Bei Kaffee und Kuchen verbrachten Sie, liebe Seniorinnen und Senioren, angenehme Stunden in geselliger Runde, wobei das vielseitige Programm, einerseits informativ und andererseits unterhaltsam, für jeden Geschmack etwas bereithielt.

 

Ganz und gar untypisch für den Sommer dieses Jahres meinte es der Wettergott mit den Besuchern des 4. Schwimmbadfestes nicht so gut. Trotzdem feierten diese bis in die Abendstunden. Der Erlös dieser Veranstaltung fließt wie immer in die Finanzierung von Projekten des Schwimmbadvereins, der sich aktiv für den Erhalt unseres Schwimmbades einsetzt.

 

Weitere Höhepunkte im kulturellen und sportlichen Leben unserer Einheitsgemeinde waren der inzwischen 11. Kultur- und Sporttag im Sportpark der Freundschaft in Nienburg (Saale) und das Kinderfest der Einheitsgemeinde im Nienburger Schwimmbad.

 

Viele Veranstaltungen könnte ich noch aufführen, die hier genannten sollen stellvertretend für alle stehen. Danken möchte ich im Namen der Stadt Nienburg (Saale) den vielen Mitgliedern der Vereine und Institutionen der Einheitsgemeinde, allen in sonstiger Art und Weise engagierten Bürgern sowie den Gewerbetreibenden, die uns bei so vielen Gelegenheiten tatkräftig und selbstverständlich zur Seite stehen. Ohne ihre Unterstützung, ob in personeller, sachlicher oder finanzieller Form könnten wir das Leben in unserer Stadt nicht so bunt gestalten.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Nienburg (Saale) und ihrer Ortsteile,

liebe Leser und Inserenten unseres „Saalekuriers“,

liebe Ortschafts- und Stadträtinnen und –räte,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und unserer Einrichtungen,

 

wenn Sie diesen Saalekurier in Ihren Händen halten, wird unser 5. Weihnachtliches Markttreiben möglicherweise zum letzten Mal auf dem Hof der Grundschule stattgefunden haben. Aus der Historie heraus, als der „Weihnachtsmarkt von Kindern für Kinder“ noch auf dem Nienburger Feuerwehrhof stattfand und dort letztendlich aus allen Nähten platze, erfolgte seine Verlegung auf den Grundschulhof. Das Weihnachtliche Markttreiben war geboren und fand ab sofort in deutlich größerem Umfang statt. Dass so ein Standort Vor- und Nachteile mit sich bringt, liegt auf der Hand. Der Weihnachtsmarkt gehört auf den Marktplatz, sind sich inzwischen viele Nienburger sicher. Eine Entscheidung hierüber wird im nächsten Jahr unser Stadtrat treffen. Mein Wunsch ist es, dass wir auch im kommenden Jahr, frei von persönlichen Befindlichkeiten, einen Weihnachtsmarkt auf die Beine stellen, der zu einem unvergessenen Erlebnis für unsere Kinder, Ihre Eltern und Großeltern sowie alle Gäste unserer Einheitsgemeinde wird. Dazu lade ich Sie bereits heute herzlich ein.

 

Vorerst bedanke ich mich bei Ihnen allen für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr. Es liegt mir auch am Herzen, Ihnen liebe Ortschafts- und Stadträtinnen und –räte, für die fruchtbare Zusammenarbeit zu danken. Oftmals erlebte ich Sie als streitbar, konstruktiv agierend brachten Sie jedoch Ihre Kenntnisse und Erfahrungen gewinnbringend in unsere gemeinsame Arbeit ein. Zusammen haben wir viel erreicht und die Entwicklung unserer Einheitsgemeinde vorangetrieben.

 

Ein besonderer Dank geht zudem an die Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehren, die in den heißen Sommermonaten teilweise Übermenschliches leisten mussten. Mir ist bewusst, dass ohne ihren Einsatz ein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz nicht möglich wäre. Für unsere Einheitsgemeinde und die hier lebenden Menschen sind unsere Freiwilligen Feuerwehren von existentieller Bedeutung!

 

Ich wünsche Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Nienburg (Saale) und ihrer Ortsteile, eine schöne Adventszeit, ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute und Gesundheit für das neue Jahr 2019.

 

Ihre Bürgermeisterin

Susan Falke

 

 

 

 

In Nienburg fließt´s zusammen